„Gesellschaftsspiele“ ist ein Begriff, der sich bei uns seit vielen Jahren eingebürgert hat. Er steht für eine Unterhaltungsform, für Spiele, zu denen man in der Regel einen Spielplan und Spielfiguren benötigt. Manchmal, bar nicht zwingend noch weiteres Material wie Karten, Würfel und Spielgeld u.a.
Dass
solche Spiele schon ein Stück Kulturgeschichte darstellen, zeigt oft
schon ihr Alter, der älteste Fund (aus den Königsgräbern von
Ur) scheint fast 5000 Jahre alt zu sein.
Obwohl es somit zu einem der ältesten Kulturgüter der Menschheit gehört, steckt die wissenschaftliche Forschung noch in den Kinderschuhen. Einer der wenigen, der sich in Deutschland früh um die Erkundung klassischen Spielguts bemühte, war um 1900 Pastor Fritz Jahn. Etwa drei Jahrzehnte lang baute er eine interessante Sammlung von Gesellschaftsspielen auf.
Unterbrochen durch die beiden Weltkriege und die Zeit dazwischen begann erst wieder Mitte des 20. Jahrhundert das Interesse am Gesellschaftsspiel zu erwachen. Bevorzugt in den Ländern der westlichen Welt erschienen immer mehr neue Spiele, oftmals auf der Basis klassischer Spielideen.
