
Das freie Spielen ist, wie schon oft gehört, eines der ältesten Kulturgüter der Menschheit. Aber wie lange gibt es eigentlich schon Spiele mit mehr oder weniger festen Regeln, mit Brett und Karten? Erstaunlicherweise scheinen sie zu den ältesten kulturellen Äußerungen zu gehören, älter sogar als alle in schriftlicher Form vorliegenden Ideen und Gesetze, manche halten sie für fast so alt wie die ersten bildlichen Darstellungen des Menschen. Jede Zeit, jedes Alter und jeder Stand entwickelte dabei charakteristische und oft auch modische Formen.
Die historischen Ursprünge und die Entwicklung des Spielens und der Spiele werden jedoch an anderer Stelle erläutert. Hier geht es darum, was ist eigentlich ein Gesellschaftsspiel?
Der Spielpädagoge Dr. phil. Jürgen Fritz hat die Besonderheiten in seinem Buch "Spielzeugwelten" wissenschaftlich untersucht. Daraus entstand ein Artikel innerhalb einer Vortragsreihe an der Volkshochschule Tübingen. Zwar bezieht sich der Artikel nur auf Brettspiele, jedoch sind heute die Grenzen zwischen Brett- und Kartenspielen fließend. Deshalb können die Grundprinzipien auf beide Gattungen, zusammengefasst als Gesellschaftsspiele, angewendet werden.
